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…könnte man wirklich darüber lachen. Hab’ aber zumindest geschmunzelt über den inoffiziellen Twitter-Account der BP – und die besten Tweets kann man direkt hier lesen *klick*
“Ist vorbei”, waren die Worte meines Pa als er um 00:15 Uhr anrief. “Ist sie gestorben?” “Ja, sie hat es geschafft.”
All’ diese dummen Medikamente, die Bestrahlungen und Chemotherapien haben nicht geholfen.
Ich bin froh, dass ich Dich im November nochmal drücken durfte, so fest wie Du es eben aushalten konntest. Ich bin froh, dass ich Dich nochmal erleben durfte, und wir uns nochmal über die Sendungen im Fernsehen lustig machen konnten. Ich bin froh, dass ich Dir noch ein letztes Mal Fröhliche Weihnachten wünschen durfte, auch wenn Du alles andere als fröhlich warst. Ich bin froh, dass ich Dich noch darüber aufklären konnte, dass der Präsidentschaftskanditat Obama und nicht Osama heißt, nachdem Du mich erst damit schockiert hattest, dass Du den Osama unheimlich gut findest. Es war toll nochmal mit Dir zusammen Fast-Food zu essen, auch wenn Du schon nach zwei Gabeln des Bami Gorengs satt warst. Dass Du Dich ganz furchtbar darüber aufgeregt hast, dass Du Deine Wimpern nicht mehr schminken kannst, jetzt wo sie ausgefallen sind.
Immer wenn ich die Farben Lila und (Gift-)Grün sehe, werde ich an Dich denken und grinsen müssen, weil Du beide Farben besonders in Kombination ganz toll fandest. An die giftgrüne Kunstleder-Couch und deine lila Leggins werde ich dank der vielen Fotos immer erinnert.
Ich war immer stolz drauf, dass Du nie diese typische Oma warst, dass Dir Altenheime ein Graus waren – und Du deswegen wohl diesen Weg zu sterben gewählt hast – darauf wette ich. Volksmusik fandest Du genauso scheiße, wie das Musikantenstadl und Rosamunde Pilcher Filme. Dafür warst Du ganz verrückt nach Jazz und Lämmle Live und hast Dich auch von unseren Lästereien nicht irritieren lassen.
Ich bin stolz drauf, dass Du nicht nur meine Ommma, sondern auch meine Patin warst, und dass mir viele sagten, dass ich das manchmal lose Mundwerk auch von Dir hätte. Ich werde auch in Zukunft kein Blatt vor den Mund nehmen.
Ich war noch stolzer, als andere mir sagten, was für eine tolle Ommma ich hätte. Und dass Du mit mir und meinen Freunden bis spät in die Nacht bei Whiskey am Esszimmertisch gesessen bist und erzählt hast. Und auch geflirtet.
Croissants werden mich immer an Deine experimentellen Marmeladen erinnern, von denen keine schmeckte wie die andere, aber trotzdem unheimlich gut.
Den Walnussbaum im Garten werden jetzt wir verteidigen und jedes Jahr die Nüsse einsammeln.
Obwohl ich die Möglichkeit habe, Dich in den nächsten Tagen nochmal zu sehen, wenn ich möchte, so behalte ich Dich doch lieber so in Erinnerung wie an dem Tag im November als wir wieder nach Hause gefahren sind.
Aachen ist für mich ein klein wenig kleiner geworden, so ohne Dich.
Ich vermisse Dich so sehr…
Manchen Menschen vertraut man auf Anhieb, manchen nach langer Zeit, manchen nie – auch wenn sie sich noch so viel Mühe geben.
Mit 3 oder 4 Jahren bin ich meistens vom Kindergarten abgeholt worden. Das war damals noch in Aachen. Manchmal aber musste ich mit dem Bus fahren. Kein normaler Linienbus… der SchulKindergartenbus. Ich weiß heute noch, wie groß meine Angst war, irgendwo anzukommen, wo ich gar nicht hin wollte. Also stieg ich in der Lessingstraße immer vorne beim Fahrer ein und sagte ihm ganz deutlich “Rosengarten 25″. Das war nicht der Name der Haltestelle, an der ich aussteigen musste. Es war meine Adresse. Ich wollte sicher gehen, dass ich auch wirklich dort ankam und nirgendwo anders. Er hat mich immer ignoriert. Und ich habe jedes Mal Todesängste ausgestanden, ich könnte im falschen Bus sitzen (trotz der anderen Kinder um mich rum, die immer einen Heidenspaß hatten).
Natürlich ging nie etwas schief, aber woher sollte ich das wissen, wo der Fahrer mich permanent ignorierte und in mir somit auch noch nichtmal ansatzweise Vertrauen erweckte. Wie soll man jemandem vertrauen, der nicht mit einem spricht und auch sonst kein Zeichen gibt?
Jetzt – knapp 28 Jahre später – ist Bus fahren toll. Man kann (weil mir beim Lesen im Bus schlecht wird) über Dinge nachdenken, über die man sich gestern noch mit jemandem unterhalten hat.
Unter Vertrauen wird die Annahme verstanden, dass Entwicklungen einen positiven oder erwarteten Verlauf nehmen. Ein wichtiges Merkmal ist dabei das Vorhandensein einer Handlungsalternative. Dies unterscheidet Vertrauen von Hoffnung. Vertrauen beschreibt auch die Erwartung an Bezugspersonen oder Organisationen, dass deren künftige Handlungen sich im Rahmen von gemeinsamen Werten oder moralischen Vorstellungen bewegen werden. Vertrauen wird durch Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Authentizität begründet, wirkt sich in der Gegenwart aus, ist aber auf künftige Ereignisse gerichtet.
Quelle: Wikipedia
Rosengarten 25!
Nichts ist so wie es sein sollte. Und doch ist alles so wie es sein sollte. Manches mehr manches weniger. Manches gar nicht. Zuviel Neues, zuviel Ungewohntes, zuviel Gewohntes und ein Resultat mit dem keiner gerechnet hätte. Aber es ist gut so, wie es ist und es wird besser, wenn so ist wie es sein soll. Bleibt alles anders.
Krk… noch 4 Tage… Komisch das alles dieses Jahr.




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