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und dick Ketchup und Remouladensoße! Sehr zu empfehlen bei Kummer. Und gleich geht’s dann mit der Lieblingsschwester in die Stadt. Bücher kaufen! Das hilft.
Ehrlich.
… oder so.
So vieles ist passiert. In so kurzer Zeit. Neues, Großartiges, Schönes, aber auch Dummes und so manche Sachen, auf die ich gut und gerne verzichten hätte können. Alles in Allem ging es aber voran. In Riesenschritten.
Es ist jetzt ein Jahr her. Ich hab jetzt endlich dein Bild in meiner neuen Wohnung aufgehängt. Ich hab jetzt eine richtig spießige Familiengalerie an der Wand – und finde es toll. Und mitten drin ist ein Bild von mir. Ganz klein. Das Foto auf dem ich vielleicht 4 Jahre alt bin, zwei geflochtene Zöpfe habe und ein bisschen aussehe, wie ein Indianer. Und ich grinse auf dem Foto.
Gestern abend habe ich einen deiner “vererbten” Weine aufgemacht. Weil gestern einer der Tage war, auf die ich hätte verzichten können. 1990er Thörnicher Ritsch Riesling – Auslese trocken. Hatte den Silbernen Preis 1992 der DLG bekommen. Der Korken ist natürlich abgebrochen… Es hat mehr nach Champagner ausgesehen und geschmeckt, aber es hat irgendwie gut getan. Trotzdem sehe ich heute aus wie ein “frisch geficktes Eichhörnchen”, wie du das so gerne ausgedrückt hast. Und das nach nur einem Glas.
Ich vermisse dich immernoch sehr – wie alle anderen auch natürlich. Aber weißt du… etwas Gutes (Du verzeihst mir den Ausdruck; aber nachdem du da “oben” ja alles mitbekommst, weißt du, was ich meine): Wir sind uns alle viel näher gekommen. Besonders ich – wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Daran ist wohl auch jemand anderes schuld – irgendwie. Aber das weiß er noch nichtmal. Und besonders seit gestern.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ein wenig Reden gut tun könnte. Mit Ma in diesem Fall. Gestern abend. Dinge wieder logisch sehen. Besonders jetzt. Dankeschön, Mama, dass du meinem Geheulte zugehört hast (bin ich wirklich 33 Jahre alt?). Danke an Papa, der mit Sicherheit im Hintergrund war und dafür, dass du mich ständig fragst, ob ich etwas oder Hilfe brauche. Und wo wir schon dabei sind: Danke, Katja, für du weißt schon was
Dankeschön Michael, für eine großartige Zeit in LA, und dass du mir gezeigt hast, wie toll die USA sind. Auch wenn es den Anschein hatte, dass meine Vergleiche von allem mit Deutschland reine Nörgelei war. Es war einfach alles so neu und so anders und ganz einfach überwältigend. Schade, dass ich das Land nicht so kennenlernen konnte, wie ich es vor hatte. Aber dafür werde ich jetzt öfter Mal einen Flug über den Atlantik wagen, und Europa mal Europa sein lassen. Auch wenn die Einreisebestimmungen einer Hexenjagd gleicht. Aber es gibt doch noch so unglaublich viel zu sehen… Und mein Chef schuldet mir immernoch ein “breakfast in America”. 
Am Montag die OP. Es wäre schön gewesen, dich da zu haben. Im Moment weiß ich überhaupt nicht mehr, was ich davon halten soll – es ist mir derzeit auch irgendwie ein bisschen egal. Manche Dinge werden so unglaublich nebensächlich und unwichtig, wenn man genau darüber nachdenkt.
2009 war – abgesehen von ein paar Ausnahmen – kein tolles Jahr. Aber ich habe mir vorgenommen, mich nicht mehr verrückt zu machen (oder lassen). Ich werde die Dinge (wieder) so in Angriff nehmen, wie sie mir logisch erscheinen. Und ich hab mir viel vorgenommen für das Jahr 2010…
Lange habe ich nichts geschrieben – abgesehen vom Posten eines Videos. Eigentlich wollte ich von meinem (Tauch-)Urlaub an der Ostsee berichten – inklusive meines Unfalls mit den Inlineskates, die den Tauchurlaub zu einem Fahrradurlaub gemacht haben. Ich wollte ganz viele Bilder posten.
Ich wollte von meinem Umzug berichten. Nach knapp 9 Jahren wieder alleine wohnen.
Ich wollte von meinem Kurzurlaub im Oktober in Istanbul berichten. Vom Hotel auf der asiatischen Seite (jawohl – Carmen war jetzt auch mal in Asien!) und wie ich mir dort die Augen habe lasern lassen – ich brauche jetzt nach 22 Jahren endlich weder Kontaktlinsen noch Brille. Und von der Stadt wollte ich auch berichten, dass ich mich eigentlich immer geweigert hatte, in der Türkei Urlaub zu machen, aber Istanbul ist eine der großartigsten Städte, die ich je besucht habe (kann Aachen natürlich nicht schlagen
)
Ich wollte von meinen diversen Arztbesuchen berichten, die mich auf Trab gehalten haben in den letzten Wochen (Note to myself: Nicht alles auf Umzugsstress & Co. schieben, es könnte tatsächlich was ernstes sein).
Ich wollte von meinen unzähligen Telefonaten mit Air France telefonieren, bei dem Versuch ein Ticket nach Los Angeles zu buchen (Carmen goes to LA – in december – YEAH!).
Aber irgendwie fehlt mir die Energie, die Zeit, die Lust und auch die Inspiration.
Aber wenn ich dann aus LA zurück bin, werde ich sicherlich berichten. Or not…
In der Zwischenzeit weiter mit einem Video (soooooooo cuuuuuuuuuuuute, gonna spend the rest of the day AAAAWWWWWing):







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