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Man muss ja nehmen, was man kriegen bekommen kann… Gerade habe ich mich so einigermaßen von den Strapazen der letzten Wochen erholt, da habe ich auch kurzerhand mal gleich die Grippe des Sü߸en übernommen. Normalerweise hätte ich aufgrund der immensen Menge an Antibiotika der letzten Tage so ziemlich gegen alles immun sein müssen, aber das Gegenteil ist der Fall. Und nein, es kann nicht ein einfacher Schnupfen sein, nein… ich könnte ja die letzten Tage des Jahres so richtig genießen und in der Firma alles in Ruhe aufarbeiten, wozu die Kollegen keine Lust hatten nicht in der Lage waren. So sitze ich jetzt seit drei Tagen hier, erledige dringende Terminsachen, die noch dieses Jahr rausmüssen, greife alle 20 Sekunden zu meinem Taschentuch (die Nase von Rudi dem Rentier ist ein Scheißdreck gegen meine, ich brauche im Bett abends keine Leselampe mehr!), lerne, dass Nasenspray tatsächlich süchtig machen kann (verdammt, schon fast leer) und werfe hin und wieder eine Paracetamol ein, so dass wenigstens die Kopfschmerzen langsam nachlassen.
Das Jahr könnte eigentlich nicht schöner enden. Oh halt, doch: Morgen werde ich mich in die Menschenmassen der Lebensmittelmärkte begeben, um wenigstens für Sonn- und Montag was auf dem Tisch zu haben.
Liebe Leute, die Welt wird nach dem 31.12.2006 24:00 Uhr nicht untergehen. Und ein Krieg wird auch nicht ausbrechen. Und die Erhöhung der Mehrwertsteuer bezieht sich nicht auf Lebensmittel, das bleiben nach wie vor 7 %. Hamsterkäufe sind also vollkommen bescheuert und überflüssig. Es ist nur ein verdammter Tag mehr frei, und ich denke nicht, dass ihr die Massen, die ihr da so in euren Einkaufswagen vor euch her wuchtet an eben diesem Tag futtern könnt (auch 4 Packungen Toilettenpapier werdet ihr nicht benötigen, wenn ihr vernünftig kochen würdet). Also tut mir den Gefallen und wartet morgen bis ich fertig bin, meine drei Sachen zu kaufen, ja?
Silvester werden wir also zu Hause verbringen. Keine Party. Kein übermäßiger Alkohol (Notiz an mich: Tequila ist leer, neuen kaufen!). Kein Gedränge in überfüllten Clubs oder Städten. Einfach nur Raclette, Fernsehen, Computer… und natürlich um 00:00 Uhr das obligatorische Geböller einer € 9,99 “Silvester-Zauber”-Packung, verbunden mit der Hoffnung, dass 2007 besser wird als das alte Jahr (um am 31.12.2007 festzustellen, dass das auch diesmal nicht der Fall war, aber schlimmer geht es immer).
die eine Weihnachtskarte, Weihnachtsanrufe, Weihnachtsgeschenke oder auch Weihnachtsmails erwartet haben oder noch erwarten… Entschuldigung, aber ich werde dieses Jahr nicht dazu kommen. Mit Mühe und Not werde ich jetzt (4 Tage vor Heiligabend) gerade noch die Geschenke für die Familie besorgen können und vielleicht auch etwas einkaufen, so dass an den Feiertagen nicht Spiegelei und Brot auf dem Tisch stehen (wobei ich das vertragen würde, haha!), aber zu mehr reicht mir die Zeit leider nicht. Zudem bin ich froh, endlich wieder zu Hause in den eigenen vier Wänden zu sein. Niemals hätte ich gedacht, dass ich mein Bett so vermissen werde.
Aber wir leben ja im Zeitalter des Web 2.0 und deshalb wünsche ich euch eben so ein wunderschönes Weihnachtsfest, viele sinnvolle Geschenke, tolle Feiertage und eine gnädige Waage. Dankeschön auch für die Einladungen zu Weihnachtsessen, die ich leider alle abschlagen muss, aber wir werden es nachholen, versprochen. Und auch für die Karten möchte ich mich bedanken und die Unterstützung der letzten Wochen, es hat mich wirklich über Wasser gehalten.
Dankeschön :c)
Freunde sind wie Sterne,
man kann sie nicht immer sehen,
aber sie sind immer da.
12 Tage Krankenhaus mit Untersuchungen, die ich eigentlich nie wieder haben wollte. Ergebnis? Wie zu erwarten keins. Die Ergebnisse widersprechen sich. Also heißt es nun (mal wieder) abwarten, weitere Tests, weitere Medikamente schlucken und hoffen, dass es irgendetwas bringt. Jedenfalls ist soviel sicher: Es ist nicht bösartig. Ob ich erleichtert sei, wurde ich gefragt. Nein, habe ich gesagt. Es wäre mir lieber, ich wüsste endlich, woran ich bin. Nach über 4 Jahren wird man mürbe und selbst wenn es bösartig wäre… man könnte etwas tun, das hilft. So bleibt mir nur das Ungewisse… hate that.
Seit 6 Tagen im Krankenhaus – seit 6 Tagen elendige Warterei – seit 6 Tagen ertrage ich das unglaubliche Schnarchen meiner Bettnachbarin – seit 6 Tagen weiß ich Ohropax wirklich zu schätzen – seit 6 Tagen sehe ich pro Tag mindestens 6 verschiedene Ärzte – seit 6 Tagen erzähle ich ihnen immer das gleiche…
und seit 6 Tagen bin ich es leid…
Und ich habe beschlossen, dass es nach Magenspiegelung und Kernspin morgen ein Ende hat und ich spätestens am Samstag nach Hause gehen werde – mit oder ohne ärztlichen Segen. Keine Ahnung, wie in einem Krankenhaus Menschen gesund werden können… Ich kann es nicht.
An den Schulen hier im Dorf ist es im Heimatkundeunterricht üblich, dass die Lehrer ein Quiz veranstalten. Rund um das Dorf, die Menschen und die Geschäfte. Die Kinder bekommen eine Mappe mit den Fragen und einen Stadtplan und müssen sie durch Nachfragen bei Passanten und Geschäftsinhabern lösen. Auf meinem Weg zur Post folgendes Szenario:
2 Mädels und 2 Jungs im Alter von ca. 8 Jahren; ein Mädchen hat die Fragen-Mappe bei sich und fummelt daran rum, weil sich anscheinend die einzelnen Blätter gelöst haben. Die zwei Jungs sind schon ein paar Meter weiter, da brüllt einer: “Nun mach schon, das kann doch nicht so lange dauern!” Darauf hin das Mädchen (immer noch ca. 8 Jahre alt): “Jetzt wartet doch mal! Ich bin ein Mädchen und die brauchen immer so lange!”



Last words