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Wie jetzt?

Man macht ja ab und an bei diversen Umfragen mit. Teils weil man etwas gewinnen kann oder einfach nur, um die Sommerzeit im Büro totzuschlagen. So geschehen heute. Thema: Digitalkameras
Die üblichen Fragen: Was für eine nutzt man, auf was achtet man beim Kauf, wann wird die nächste Anschaffung sein… und dann kam folgendes:

Man sollte auf einer Skala von 1 bis 4 beurteilen inwiefern folgende Aussagen auf einen zutreffen.

Ich genieße es, eine Digitalkamera zu besitzen, da andere auch eine haben.

Nunja – der Generation, die immer das neueste vom Neusten haben muss gehöre ich nicht an.

Es freut mich, mich durch die Verwendung meiner digitalen Kamera mit Menschen des anderen Geschlechts befreunden zu können.

Ähh… nunja – dass Menschen, die im Park mit ihrem Hund spazieren/joggen gehen, leicht Anschluss finden und jeder Singleberater zur Anschaffung eines eben solchen raten war mir ja bekannt, aber ich habe noch nirgendwo gelesen, dass man aufgrund einer super Kamera den Partner fürs Leben gefunden hat…

Ich erfreue mich der Gelegenheiten, die mir meine Digitalkamera bietet, um lebhafte Unterhaltungen mit Menschen des anderen Geschlechts zu haben.

Also ich wurde noch nicht aufgrund meiner Kamera angesprochen. Sollte ich sie mir vielleicht doch um den Hals hängen?

Ich genieße es, dass ich einen Moment einfangen kann auf eine Art, wie es nur eine Digitalkamera ermöglicht.

Och… man sieht eben direkt, ob das Bild Mist geworden ist.

Ich genieße das Gefühl, dass ich wie ein Künstler geworden bin.

Jaaaa natürlich, ich coloriere meine Fotos anschließend am Bildschirm nach… ich bin ein Künstler!

Irgendwie genieße ich es einfach, meine Digitalkamera mit mir herumzutragen.

Nunja, es passt nichts rein, Tampons lassen sich auch nicht drin verstauen… wieso sollte ich es also genießen oder sonstige Vorteile aus einem Gerät ziehen, dass halt für Fotos gedacht ist?

Ich genieße das Gefühl, dass ich wie ein professioneller Fotograf geworden bin.

Helmut Newton… Du kannst einpacken – dank meiner super genialen Digitalkamera bin ich ein professioneller Fotograf. Vielleicht sollte ich mir ernsthaft Gedanken darüber machen, mir ein Fotoatelier zuzulegen. Man weiß ja nie…

Bloody Sunday

Nö, kein Frauenproblem. Nierenbecken, aber auch blutig…

Kann ein Sonntag schöner beginnen? Man ist spät ins Bett gegangen, in der Hoffnung, ausschlafen zu können (an die das Gebimmel der Kirchenglocke hat man sich nach 20 Jahren dann doch noch gewöhnt) und was ist… 7 Uhr hellwach, mit einer Blase, die jeder Kuh Konkurrenz machen könnte. Herrlich… Eigentlich hab ich jetzt alles durch, denke ich. Was könnte noch kommen? Angebote bitte per Mail.

Es ist wieder an der Zeit

…hier einen Eintrag zu machen, sonst wäre der Sinn dieser Seite wohl vollkommen hinfällig.

Es sind so viele Dinge passiert – zwar mehr negative als positive… aber was nicht tötet, härtet ab.

Die letzte Woche habe ich unfreiwillig zu Hause verbracht, dank einer Stirnhöhlen-Entzündung, die ich wohl zu lange hinausgezögert habe. Letzten Montag war ich dann endlich beim Arzt und hab natürlich direkt Antibiotika bekommen, weil nichts anderes mehr hilft. In der Apotheke dann folgende amüsante Unterhaltung mit dem Apotheker, der gewisse Ähnlichkeit mit Catweazle hat und ungeniert in seinem Laden raucht:

Er: “Roxithromycin AL also… Bronchitis?”
Ich: “Stirnhöhle”
Er: “Ah, tuts schon weh beim Bücken?”
Ich: “Oh jaaaa”
Er: “Na dann ist das ja schon weit fortgeschritten. Muss man direkt behandeln. Kann gefährlich werden. 1 x täglich zum Mittag eine Tablette.”
Ich: “Ja, sagte mir auch die Ärztin.”
Er: “Aber sofort nehmen gleich, sonst muss man das nämlich aufbohren!”
Ich: “Ähm, ja – ich werde sofort die erste Tablette einschmeißen, wenn ich zu Hause bin!”

more…

Also irgendwie

…ist heute einer dieser Tage, an denen alles irgendwie seltsam ist.

Man fühlt sich daneben, nicht ganz klar, angetrunken – ok, ist gerade mal kurz vor 9 Uhr, kann sich ja im Grunde alles noch ergeben… Aber eigentlich merkt man doch schon morgens beim Aufstehen, dass der Tag schon gelaufen ist.

Bei mir äußert sich das schon direkt im Bad beim Einsetzen der Kontaktlinsen (es lebe die Eitelkeit). Funktioniert grundsätzlich schon mal nicht auf Anhieb und aus 10 Sekunden werden 5 Minuten. Dann weiß ich: Das wird heute schon mal überhaupt nichts.

Auf dem Weg zur Arbeit dann der nächste Anhaltspunkt für einen Drecks-Tag: Ampeln an der gr??ten Kreuzung ausgefallen und offensichtlich ist keiner mehr in der Lage, sich anhand von Verkehrsschildern zu orientieren. Zugegeben, bei dieser Kreuzung ist Mitdenken gefragt, aber das muss doch irgendwie gehen. Was macht man, wenn mal der Strom ausfallen würde? Verzweifelt unter das Auto werfen und mit der Sicherheitsjacke wedeln?

Endlich im Büro angekommen: Ergänzungslieferungen auf dem Tisch – meine Lieblingsbeschäftigung. Ist denen bekannt, die viel mit Gesetzen zu tun haben, für die anderen: Bei Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern oder auch Juristen gibt es die Gesetzestexte nicht in gebundenen Büchern. Es wäre ein enormer finanzieller Aufwand, sich bei den ständigen Änderungen immer neue besorgen zu müssen. Nein, um das ganze einfacher zu gestalten gibt es Ergänzungslieferungen. Ein Ordner mit dünnem Papier (Bibelpapier könnte man sagen, für die, die schon mal eine in der Hand hatten) ist gefüllt mit Gesetzen. Da die sich aber fast täglich ändern, muss natürlich der entsprechende Teil ausgetauscht werden. Wenn man Glück hat, sind es gleich 10 Seiten auf einmal. Hat man Pech heißt es: Seite austauschen, Seite bleibt, Seite austauschen, 3 Seiten bleiben, Seite austauschen, nächste bleibt wieder… Bei ca. 200 auszutauschenden Blättern gibt es eigentlich morgens eine schönere Beschäftigung, um gleich mal richtig schläfrig zu werden. And so am I….

Inzwischen fühl ich mich nicht mehr nur leicht angetrunken – nein es war nur Jasmin-Tee – würde alles für eine Couch geben und werde gleich meinen Frust an Kollegen auslassen der mir blöde kommt. Soll es ruhig einer wagen, den Geschmack des Kaffees zu bemängeln, den ich heute Morgen gekocht habe.

In diesem Sinne geh ich jetzt in die Küche, belästige die penetranten Nichtraucher mit einer Zigarette und warte auf nur einen einzigen falschen Satz.

Category: Muss nicht  One Comment
Heute in der Küche

natürlich beim Rauchen in der Firma, hab ich eine nette Szene gesehen.

Dank der Bürolage im 4. Stock hat man nicht nur einen herrlichen Ausblick auf alle angrenzenden Dörfer, sondern von der Küche auch direkt runter auf die “Einkaufsstraße”. Meistens passieren nur blödsinniges Unfälle, weil manch einer den Nutzen eines Rückspiegels nicht kennt.

Allerdings hab ich heute folgende nette Szene gesehen:

Zwei Jungs, ich schätze höchstens mal 11 Jahre alt, laufen die Straße entlang, als einer von ihnen die Verpackung einer Milchschnitte auf dem Boden schmeißt – der Papierkorb wäre 2 Meter in Laufrichtung gewesen. Ich hab noch so gedacht, dass wenn ich in der Nähe gewesen wäre, ihm die Ohren lang gezogen hätte. Da hupt ein BMW und eine Dame quatscht die Jungs an. Hören konnte ich leider nur den Bengel, der immerhin wohlerzogen, was Sprache anbelangt “Wie bitte?” sagte. Offensichtlich machte sie ihn darauf aufmerksam, dass er etwas verloren hätte und zeigte auf den Papierkorb. Er versuchte das erst zu ignorieren und stellte sich prompt direkt auf die Verpackung drauf. Eine Diskussion von 3 Minuten und er hob sie endlich auf, schlich langsam zum Mülleimer, während besagte Dame langsam nebenher fuhr. Mit Widerwillen schmiss er seinen Müll dann in dem Korb, weil die Fahrerin offensichtlich nicht gewillt war, ihn aus den Augen zu lassen.

Ich musste echt schmunzeln, weil sie dadurch einen kleinen Stau auslöste, aber sich keiner der Wartenden beschwerte.

Offensichtlich geht es auch so – gehört für mich ein wenig zur Zivilcourage ;o)

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